„Emergency Smile“ in Akonolinga (Kamerun)


 

Rote Nasen Clowndoktoren

 

Menschen lachen überall auf der Welt. Wenn sie ihr Lachen verlieren, ist das oft ein Zeichen schwindender Lebenskraft, zum Beispiel als Folge einer schweren Krankheit oder einer schmerzhaften Therapie. Mit Humor ist es möglich, schwierige Lebenslagen aus anderen Blickwinkeln zu sehen; Lachen hilft gegen Ängste, Schmerzen und Traurigkeit und bringt neue Hoffnung.
Basierend auf wissenschaftlichen und künstlerischen Erkenntnissen bilden ROTE NASEN professionelle darstellende Künstler zu Clowndoctors aus, die regelmäßig kranke und leidende Menschen in Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen besuchen. Sie bringen Fröhlichkeit und Leichtigkeit und stärken die gesunden Kräfte im kranken Menschen, um so den Genesungsprozess zu fördern.
In Akonolinga, Kamerun, betreut „Ärzte ohne Grenzen“ jährlich hunderte Menschen – vorwiegend Kinder unter 15 Jahren –, die an der lepra-ähnlichen Tropenkrankheit Buruli Ulcer leiden. Die Patient*innen müssen sich täglich komplizierten Behandlungen ihrer schmerzhaften Geschwüre unterziehen, nicht selten versteifen die Gelenke. Um das Team von „Ärzte ohne Grenzen“ zu unterstützen und die Langzeitpatient*innen seelisch aufzurichten, reisten drei ROTE NASEN Clowns im Juli 2013 für drei Wochen nach Kamerun.
„Emergency Smile“ nennt sich dieses neue Projekt von ROTE NASEN. Die Patient*innen wurden von den Clowns mehrmals pro Woche besucht und individuell betreut. Gemeinsam erarbeitete man auch ein Theaterstück, das über die Krankheit aufklärt, indem es beispielsweise das Heilungskonzept der westlichen Medizin thematisiert, die Wirkungsweise von „kleinen Pillen“ und die „Magie“ von Wunddesinfektion. Da Personal und „Ärzte ohne Grenzen“ mit eingebunden wurden, kann das Theaterstück auch nach Abreise der Clowns weiter aufgeführt werden. Außerdem boten die ROTE NASEN Clowns dem Ärzteteam und dem Personal des nahegelegenen Krankenhauses in Akonolinga Workshops an.

 

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